Von der Liegekur zur modernen Rehabilitation

Stiftungsurkunde von 1896

Unter der Trägerschaft der Stiftung Zürcher RehaZentren wandelten sich die Zürcher RehaZentren in Wald Faltigberg und in Davos Clavadel während der letzten hundert Jahre von führenden Lungenheilstätten zu modernen und erfolgreichen Rehakliniken. Getrieben von der Motivation, den sich verändernden Bedürfnissen der Bevölkerung Rechnung zu tragen und Lücken in der Gesundheitsversorgung zu schliessen, bieten wir heute schweizweit ein nahezu einzigartiges Leistungsangebot an.

 

Zur Gründungszeit der Stiftung verursachte die Volksseuche Tuberkulose europaweit enormes Leid. In Wald wie auch in Clavadel war in den frühen Jahren der Tuberkulosetherapie die Liegekur das Mittel der Wahl. Sie zwang die Patienten teilweise monate- oder jahrelang unter Einhaltung einer strengen Hausordnung zur Untätigkeit.  

Patientenbroschüre zur Tuberkulose von 1953

Wirksame Massnahmen

Das heilsame Höhenklima, gesunde Ernährung und körperliche Schonung waren damals die einzigen wirksamen Massnahmen, um ein Abheilen der Tuberkulose zu bewirken. In den späten 1940er-Jahren konnte mit der Entdeckung von wirksamen Antibiotika die Lungenerkrankung zumindest in Mitteleuropa praktisch überwunden werden. Damit wurde Tuberkulose endlich heilbar und die Liegekur gehörte der Vergangenheit an.  

Aussicht in Clavadel

 

Der Stiftungsrat erkannte früh, dass sich die beiden Lungenheilstätten in Wald und Clavadel neu orientieren mussten: Bereits 1960 eröffnete die Klinik in Clavadel die erste Spitalabteilung, in der nichttuberkulöse Erkrankungen behandelt wurden. Wald tat es ihr 1967 gleich. In den darauffolgenden Jahren entwickelten die beiden Höhenkliniken, wie die Häuser während dieser Zeit hiessen, ihr Angebot kontinuierlich weiter und passten es den medizinischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten und den politischen Veränderungen an.

 

 

Festschrift 100 | 125

Die Jubiläen der Stiftung Zürcher RehaZentren und ihrer Kliniken in Wald und Davos sind unter anderem Anlass zu einer Festschrift. Die Publikation unternimmt einen historischen Streifzug in Bild und Text durch über ein Jahrhundert Stiftungsgeschichte. Dabei soll einerseits ein medizinhistorischer Blick in die Vergangenheit mit den hochspezialisierten Therapiemethoden der Gegenwart verknüpft werden. Andererseits soll der Blick auf kulturgeschichtliche Phänomene gelenkt werden, auf die Künstler und Schriftsteller, die sich in ihrem Werk besonders mit Tuberkulose und Clavadel beschäftigt haben. Nicht zu kurz kommen sollen aber auch die Persönlichkeiten, die durch ihr Wirken die Arbeit und das Erscheinungsbild der Stiftung und ihrer Häuser vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart hinein geprägt haben.

 

Das Buch ist ab sofort erhältlich und kann unter www.100-125.ch bestellt werden.

 

 

Chronologie & Ereignisse

 

Bildung des Initiativkomitees zur Errichtung einer Heilstätte für Lungenkranke durch die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zürich

 

Kauf der Liegenschaft auf dem Faltigberg in Wald und Gründung der Stiftung Zürcherische Heilstätte für Lungenkranke

 

Eröffnung der Zürcherischen Heilstätte für Lungenkranke in Wald

 

Erwerb des ersten Röntgengeräts in Wald – verbesserte Tuberkulose-Diagnostik

 

Bau des Ärztehauses in Wald. Architekten: Otto Bridler und Lebrecht Völki

 

Eröffnung der Zürcherischen Heilstätte Clavadel

 

Die Zürcherische Heilstätte Wald feiert ihr 25-jähriges Bestehen

 

Neubau der chirurgischen Klinik in Clavadel. Architekt: Rudolf Gaberel

 

Umbau und Renovation der Zürcherischen Heilstätte Clavadel. Architekt: Rudolf Gaberel

 

Umfangreiche Sanierung der Zürcherischen Heilstätte Wald. Architekt: Johannes Meier

 

Streptomycin und andere Antibiotika revolutionieren die Tuberkulosebehandlung

 

Die Zürcherische Heilstätte Wald feiert ihr 50-jähriges Bestehen und den Um- und Neubau der Heilstätte in einem Fest. Die Stiftung schliesst das Kurhaus Capriasca

 

Umwandlung der Zürcherischen Heilstätte Clavadel in eine Mehrzweckklinik, Umbenennung in Zürcherische Hochgebirgsklinik Clavadel

 

Gesamterneuerung der Stiftungsurkunde und Erweiterung des Stiftungszwecks: «Betrieb von Krankenhäusern gemeinnützigen Charakters, die in erster Linie den Einwohnern des Kantons Zürich offenstehen.» Umbenennung der Zürcherischen Heilstätte Wald in Zürcher Höhenklinik Wald

 

Schliessung der Tuberkuloseabteilung in Clavadel

 

75-jähriges Jubiläum der Stiftung und der Zürcher Höhenklinik Wald

 

Das 75-jährige Bestehen der Klinik in Clavadel und die 60 Jahre Zugehörigkeit zur Stiftung sind Anlass für ein Jubiläumsbüchlein. Wiedereröfnung der Tuberkulosestation in Clavadel. Neues Leistungsprofil für beide Kliniken:

  • Clavadel: Atmungsorgane, Krankheiten von längerer Dauer, Rehabilitation sowie Beobachtung und Forschung zur Aufklärung und Wirkungen des Hochgebirgsklimas auf den kranken Menschen.
  • Wald: Lungenkrankheiten, innere Medizin und Rehabilitation

 

Umbenennung der Stiftung in Stiftung Zürcher Höhenkliniken Wald und Clavadel und der Zürcherischen Hochgebirgsklinik Clavadel in Zürcher Höhenklinik Clavadel

 

Sanierung und Totalumbau der Zürcher Höhenklinik Clavadel. Architekten: Werner Bauert und Jacot Schneeberger. Denkmalgerechte Sanierung der von Rudolf Gaberel gebauten chirurgischen Klinik als letztem verbliebenen Altbau der Anlage

 

Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen in Wald, Veröffentlichung der Publikation Hausordnung und Liegekur. Vom Volkssanatorium zur Spezialklinik: 100 Jahre Zürcher Höhenklinik Wald

 

Eröffnung des Zentrums für Ambulante Rehabilitation (ZAR) im Lengg-Quartier in der Stadt Zürich

 

Eröffnung des Zürcher RehaZentrums Lengg als Teil der gemeinsam mit der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung gehaltenen Klinik Lengg AG

 

Umbenennung der Stiftung in Stiftung Zürcher RehaZentren und der beiden Kliniken in Zürcher RehaZentrum Wald und Zürcher RehaZentrum Davos

 

Die Stiftung Zürcher RehaZentren feiert ihr 125-jähriges und das Zürcher RehaZentrum Clavadel sein 100-jähriges Bestehen. Die Festschrift 100/125. Von der Liegekur zur modernen Rehabilitation erscheint

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