Behandlung der COPD

Ziele der Behandlung

  • Linderung von Husten und Auswurf,
  • Steigerung der körperlichen Belastbarkeit,
  • Verminderung der Einengung der Atemwege und der Überblähung,
  • Vorbeugung, effektive und wirksame Behandlung von plötzlichen Verschlechterungen,
  • Verlangsamung des Fortschreitens der Erkrankung,
  • Steigerung der Lebenserwartung.

Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung sind die frühzeitige Erkennung der COPD und die frühzeitige Ausschaltung von Risikofaktoren.

 

Vorbeugung

Ziele der vorbeugenden Massnahmen sind die Verhinderung weiterer Lungenschädigungen, des Auftretens von akuten Verschlechterungen sowie von Komplikationen der COPD. Wichtigste vorbeugende Massnahme ist die Aufgabe des Nikotinkonsums, insbesondere des Zigarettenrauchens. Es ist bewiesen, dass die Einengung der Atemwege umso stärker ist und umso schneller fortschreitet, je mehr Zigaretten pro Tag geraucht werden.

Jetzt werden Sie vielleicht sagen: »Das weiss ich doch alles schon. Mein eigentliches Problem ist aber, dass ich mit dem Rauchen nicht aufhören kann. Ich habe es ja auch schon versucht, aber es hat nicht funktioniert«. Genau diese Aussage ist typisch, und viele Raucher haben dasselbe Problem. Aber es gibt Hilfen, die Ihnen den Schritt in die Abstinenz erleichtern.

Raucherentwöhnung

Nikotinersatzstoffe

In der ersten Zeit nach dem Aufhören stehen die körperlichen Entzugsprobleme im Vordergrund. Um diese abzumildern, kann man dem Körper auf verschiedene Arten das Nikotin zuführen, denn das Nikotin in Reinform ist nicht so gefährlich wie der gesamte Zigarettenrauch. Die meisten Erfahrungen liegen mit Nikotinpflastern vor.

Verhaltenstherapeutische Massnahmen

Das Problem beim Rauchen ist nicht nur die körperliche Abhängigkeit von Nikotin, sondern besonders die psychische Abhängigkeit. Das kennen Sie aus eigener Erfahrung, denn es gibt bestimmte Situationen oder Rituale, bei denen Sie immer zur Zigarette greifen. Und genau dieses falsche Verhalten, nämlich den Griff zur Zigarette, müssen Sie ändern. Dafür eignet sich die Verhaltenstherapie, die als ersten Schritt das falsche Verhalten bewusst macht (z.B. Raucher­tagebuch), dann das falsche Verhalten ändert (z.B. Beendigung des Rauchens zu einem vereinbarten Termin), und die schliesslich Möglichkeiten aufzeigt, einen Rückfall zu verhindern.

Medikamentöse Unterstützung

Verschiedene Medikamente können den Verzicht auf Nikotin erleichtern und insbesondere die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls verhindern. Wichtig ist, dass diese Medikamente nur unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden, ausserdem ist die Kombination mit verhaltenstherapeutischen Massnahmen unverzichtbar. Trotz aller medikamentöser Unterstützung: Die Hauptarbeit, nämlich Ihr Verhalten zu ändern und das Rauchen dauerhaft zu beenden, bleibt bei Ihnen. Und die kann Ihnen auch kein Medikament abnehmen.

Raucherentwöhnung in der Gruppe

Das Beenden des Rauchens schafft man am besten in einer Gruppe mit Gleichgesinnten unter der Leitung eines Psychologen und eines Arztes. Solche Gruppen werden in einigen Kliniken und Arztpraxen, von manchen Krankenkassen, in Volkshochschulen oder in Gesundheitszentren angeboten.

Denken Sie daran: der vollständige Verzicht auf Zigaretten ist die einzig mögliche Lösung, um das weitere Fortschreiten der Lungenerkrankung zu verhindern.

 

5 Tipps, um mit dem Rauchen endgültig aufzuhören

  1. Hören Sie mit dem Rauchen an einem bestimmten Tag auf
    Dieser Tag wird festgelegt und dann ist Schluss. Das Aufhören in Raten klappt in der Regel nicht.
  2. Seien Sie körperlich aktiv
    Körperliche Aktivität lenkt, verbessert die Stimmung und verhindert eine zu grosse Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp. Benutzen Sie z.B. Treppen statt des Aufzuges oder der Rolltreppe; das Fahrrad und Ihre Füsse statt Auto und Bus.
  3. Verändern Sie Ihr Leben
    Als erstes muss alles raus, was Sie an das Rauchen erinnert (Aschenbecher, Feuerzeug usw.).Dann sollten Sie zunächst die Orte meiden, an denen Sie bisher Ihre Zigaretten besorgt oder an denen Sie häufig geraucht haben. Vergessen Sie nicht – nicht zu rauchen heisst: Geld sparen. Also gönnen Sie sich und Ihrer Familie etwas.
  4. Essen Sie das Richtige
    Das Beenden des Zigarettenkonsums bedeutet meistens auch eine Gewichtszunahme. Daher müssen Sie gegensteuern. Meiden Sie fette Speisen, wählen Sie stattdessen Obst und Gemüse oder zuckerfreien Kaugummi. Vergessen Sie nicht, ausreichend zu trinken. Sie sollten immer  ein Glas Wasser oder Saft in Ihrer Nähe haben, das lenkt ausserdem ab.

  5. Durchhalten ist wichtig
    Die Entzugserscheinungen, wie z.B. erhöhte Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen und starkes Verlangen nach einer Zigarette, sind unangenehm – für Sie und Ihre Umwelt. Aber die Zeichen des Entzugs zeigen auch an, dass sich Ihr Körper regeneriert, ausserdem verschwinden sie nach kurzer Zeit. Die Nikotinersatzstoffe können diese Entzugserscheinungen abmildern. Besonders in Krisen ist es wichtig, durchzuhalten und nicht wieder zur Zigarette zu greifen. Denn nur »die eine Zigarette« gibt es nicht, unweigerlich fangen Sie dann wieder an zu rauchen und alles war umsonst.

 

 

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