COPD - 6 Wege zum Erfolg

Wenn Sie Ihre Erkrankung erfolgreich behandeln wollen, müssen Sie selbst aktiv mitwirken. Wir wissen mittlerweile, dass Arztbesuche und wirksame Medikamente allein zur Behandlung der chronisch obstruktiven Bronchitis nicht ausreichen, um die Beeinträchtigung durch diese Erkrankung deutlich zu verringern. Nur wenn Sie selbst aktiv werden und Verantwortung übernehmen, können Sie trotz der Erkrankung aktiv am Leben teilnehmen und das Fortschreiten der Erkrankung verringern.

Die COPD lässt sich nicht heilen, aber die Beschwerden lassen sich durch eine konsequente Behandlung deutlich lindern. Sie müssen also akzeptieren, dass diese Erkrankung Ihr lebenslanger Begleiter ist.

Wenn Sie folgende sechs Ratschläge beachten und umsetzen, können Sie sich mit der Erkrankung arrangieren:

1. Selbstkontrolle der Erkrankung

Die COPD ist durch ein Auf und Ab gekennzeichnet. Wichtig ist, dass eine Verschlechterung frühzeitig erkannt wird und rechtzeitig Gegenmassnahmen ergriffen werden. Jede Verschlechterung der chronisch obstruktiven Bronchitis, z.B. im Rahmen eines Infektes, kündigt sich durch eine Reihe von Warnsymptomen an. Diese Warnsymptome müssen erkennt werden, um rechtzeitig zusammen mit dem behandelnden Arzt reagieren zu können.

Die typischen Warnsymptome für eine drohende Verschlechterung sind:

1. Zunahme der Atemnot

2. Verstärkung des Hustens

3. Veränderung des Auswurfs (Menge, Farbe, Zähigkeit)

4. Abnahme der Belastbarkeit

5. Steigender Verbrauch an Notfallspray

6. Auftreten von Anzeichen eines Infektes: z.B. Fieber, gelb-grüner Auswurf usw.

Problematisch ist, dass das Gefühl »Atemnot« oft nicht das wirkliche Ausmass der Verengung der Bronchien wieder gibt. Viele Patientinnen und Patienten mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis unterschätzen die Einengung der Atemwege, wenn sie sich nur auf ihr Gefühl verlassen.

 

2. Vermeidung schädigender Einflüsse

Gerade das Rauchen führt bei der COPD zu einer dramatischen Verschlechterung der Lungenfunktion. Wenn das Fortschreiten der Erkrankung verzögert werden soll, muss unbedingt der Zigarettenkonsum eingestellt werden.

 

3. Angepasste medikamentöse Therapie

Betroffene müssen ihre Medikamente mit ihren Wirkungen und Nebenwirkungen genau kennen, dies kann gerade im Notfall entscheidend sein. Ausserdem müssen sie ihre Medikamente, wie vom Arzt verordnet, zuverlässig einnehmen, um eine dauerhafte Linderung der Beschwerden zu erzielen.

 

4. Atemtherapie

Die Atemtherapie ist eine wichtige Säule in der Therapie der COPD. Daher sollten einige Selbsthilfetechniken beherrscht werden, wie z.B. die dosierte Lippenbremse, atemerleichternde Stellungen, Dehnlagen, Atemtechniken (auch bei körperlicher Belastung) sowie effektive Hustentechniken mit vorbereitender Schleimlösung.

 

5. Körperliche Aktivität

Das führende Krankheitszeichen der COPD ist die Atemnot unter Belastung. Die Folge ist, dass sich Betroffene körperlich schonen, um genau diese Atemnot zu vermeiden. Im weiteren Verlauf vermindert sich aber die körperliche Fitness und die Atemnot tritt schon bei kleinsten Anstrengungen auf. Diesen Teufelskreis muss und kann mittels eines individuellen Trainingsprogramms durchbrochen werden. Ein guter Einstieg in ein langfristiges körperliches Trainingsprogramm ist ein Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik oder die Teilnahme an einer ambulanten Rehabilitationsmassnahme.

 

6. Impfungen

Zu guter Letzt empfiehlt es sich, dass sich Risikogruppen wie ältere Menschen oder Personen mit chronischen Krankheiten mit einer Grippeschutzimpfung und Pneumokokkenimpfung schützen – denn Impfungen können lebensrettend sein.

 

 

 

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