Was passiert in der Lunge?

Die wichtigste Aufgabe der Lunge: der Gasaustausch

Dass bedeutet, dass Sauerstoff aus der Luft in das Blut aufgenommen und im Austausch Kohlendioxid abgegeben wird, welches im Körper beim Stoffwechsel entsteht. Am besten atmen wir über die Nase ein, denn hier wird die Luft erwärmt, angefeuchtet und gefiltert. Die Luft gelangt dann über den Rachen in die Luftröhre, die sich in zwei Äste, die Hauptbronchien, aufteilt. Diese leiten die Luft in den rechten und linken Lungenflügel. Sie verzweigen sich immer weiter bis in die Lungenbläschen, in denen der Gasaustausch stattfindet.

 

                        So gross wie ein halber Tennisplatz

                             Die Gesamtoberfläche der ca. 300 Millionen Lungenbläschen
                             umfasst etwa 100 m2. Dies entspricht etwa der Fläche eines
                             halben Tennisplatzes.

 

Dafür, d.h. für die lebenswichtige Aufnahme von Sauerstoff und die Abgabe von Kohlendioxid, ist eine grosse Oberfläche der Lungenbläschen notwendig. Die Lungenbläschen liegen, ähnlich wie bei einem feinen Schwamm, eng nebeneinander. Sie haben insgesamt eine Oberfläche von ca. 100 m2, was ungefähr der Grösse eines halben Tennisplatzes entspricht.

Den Aufbau der Atemwege kann man sich leicht merken, wenn man an einen auf dem Kopf stehenden Baum denkt.  Bei diesem Bronchialbaum entspricht der Stamm der Luftröhre, die Äste entsprechen den Bronchien und die Blätter den Lungenbläschen.


Unterschiede gesunder und kranker Bronchus

Wenn man den Querschnitt eines gesunden mit dem eines kranken Bronchus vergleicht, fallen sofort drei wesentliche Unterschiede auf:

  1. die Verkrampfung der Muskulatur der Atemwege
  2. die Schwellung der Schleimhaut und
  3. das vermehrte Sekret.

 Sie verengen die Atemwege und erzeugen Atemnot, Husten und Auswurf sowie Geräusche beim Ausatmen.

 

Schleichende Veränderungen in der Lunge

Zunächst wird die Schleimhaut, die alle Atemwege innen auskleidet, geschädigt, später dann zerstört. In der Folge kann die Schleimhaut ihre Reinigungsfunktion der Lunge nicht mehr erfüllen. Ein erstes Zeichen dieser Funktionsstörung ist zunehmender Husten, verbunden mit Auswurf, besonders morgens.

Im weiteren Verlauf wird in den Atemwegen ein Entzündungsprozess angestossen, der nicht nur zu einer Verkrampfung der Atemwege und zu einer Schwellung der Schleimhaut führt, sondern auch einen Umbau der Lungenstruktur zur Folge hat. Dieser Umbauprozess betrifft die Bronchien: Die Bronchuswand in den kleinen Atemwegen wird zerstört und somit instabil. Das hat zur Folge, dass bei der Ausatmung die instabilen Bronchien zusammengedrückt werden und so die Ausatmung zusätzlich behindert wird. Später verändert sich zusätzlich die Struktur der Lungenbläschen. Aus den kleinen Bläschen werden grössere Blasen, bildlich gesprochen, aus dem feinporigen Schwamm des Lungengewebes wird eine grobblasige Struktur. 

Durch diesen Umbau der Lungenbläschen geht Oberfläche für den Gasaustausch verloren. Deshalb erhält der Körper nicht mehr genug Sauerstoff und es entsteht Atemnot, mitunter schon bei geringen körperlichen Anstrengungen.

 

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